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Rebecca Horn: Mondspiegel. Ortsbezogene Installationen 1982-2005

2005

Der Hans-Molfenter-Preis 2005 wurde an die Künstlerin Rebecca Horn verliehen. Aus der außergewöhnlichen Vielfalt ihres Oeuvres greift die Publikation einen Aspekt heraus, der für ihre großen Skulpturen und Installationen formkonstituierende Bedeutung hat: die Bezogenheit auf den architektonischen Ort und dessen Geschichte. Mit Referenzwerken aus den siebziger Jahren spannt sich dabei der Bogen von Arbeiten aus den frühen achtziger Jahren bis hin zu Werken, die 2005 abgeschlossen wurden. Der erste Meßkasten (1970) oder Räume berühren sich in Spiegeln (1974/75) erklären den eigenen Körper zum Maß des Raumerfassens. In der Installation Das gegenläufige Konzert (1987) öffnete die Künstlerin einen politisch belasteten Ort in Münster, den Zwinger, der im Dritten Reich zum Gebäude des Folterns wurde, ertastete die Geschichte und schuf einen Ort der Erinnerung. In der Arbeit Moon Mirror (2003) in Pollença lässt die Künstlerin eine Atemsäule zwischen einem aus Spiegeln konstruierten Brunnen und einem Lichtwirbel an der Deckenkuppel der Stiftskirche entstehen. An der Nahtstelle zwischen Orient und Okzident wird der Mond gefangen als »Sprach- und Sichtrohr für Menschen«; der Betrachter fällt hinab in die Tiefe des Brunnens, übersteigt seinen eigenen Horizont, um wieder neu aus der Tiefe den Himmel zu vermessen.



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Rebecca Horn
Mondspiegel. Ortsbezogene Installationen 1982-2005


Hrsg. Marion Ackermann, Kunstmuseum Stuttgart, Hans Werner Holzwarth,
Vorwort von Marion Ackermann,
Text von Richard Cork, Doris von Drahten, Rebecca Horn, Steven Henry Madoff
Deutsch
2005. 272 Seiten, 148 Abb., davon 120 farbig
21,90 x 27,60 cm
gebunden mit Schutzumschlag
Lieferbar
49,80 €, SFR 83
ISBN 3-7757-9197-3

Bild: 06_2_rebecca_horn_dfe804.jpg
Mondspiegel