Background

Walter Stöhrer-Stiftung

23. Juli - 4. September 2011

Im Wechsel mit der »Frischzelle« werden in Zukunft in denselben Räumen Werke von Sammlern aus Baden-Württemberg und Stiftungen, die mit dem Kunstmuseum Stuttgart durch ausstellungsbezogene Leihgaben verbunden sind, gezeigt. Den Auftakt bildete im Frühjahr 2011 die Sammlung Rudolf und Ute Scharpff. Danach folgte die Walter Stöhrer-Stiftung. Walter Stöhrer hat seit den 60er Jahren die deutsche Malereigeschichte geprägt. Seine kraftvollen, dynamischen Gemälde sind überwiegend von Literatur inspiriert, die er als Fragmente in den gestischen Malereiprozess einbrachte. Abstraktion und Figuration finden im Werk des 1937 in Stuttgart geborenen Künstlers eine eigene Balance. Stöhrer wollte keine Geschichten illustrieren, sondern reizte die Möglichkeiten von Malerei aus. In seinem Spätwerk bekommen figurale Elemente mehr Bildraum, ein neuer Umgang mit Flächen stellt sich ein. Dieser Phase widmete sich die Ausstellung mit Werken aus der Walter Stöhrer-Stiftung in Scholderup. Die Stiftung pflegt den Nachlass des 2000 verstorbenen Künstlers und stellt dem Kunstmuseum Stuttgart wichtige Leihgaben dauerhaft zur Verfügung. Als Anerkennung für ihr verdienstvolles Engagement wurde die Stiftung im Rahmen der neuen Sammlerreihe im Kunstmuseum gewürdigt.



Zurück

Für Museen wird der Austausch mit privaten Sammlern immer wichtiger. Eine neue Ausstellungsreihe im Kunstmuseum möchte in Zukunft das Engagement dieser Förderer sichtbar werden lassen.

Bild: Stoehrer_FigurH_web_c3bf0f.jpg
Walter Stöhrer, Figur Hermaphrodit, 1997,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2012