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Amie Siegel. Teil 1

5.7.-9.10.2011

Die amerikanische Künstlerin Amie Siegel, die aktuell als Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude lebt und arbeitet, präsentierte im Erdgeschoss des Museums ihre neueste dreiteilige Arbeit. Herzstück war eine Großprojektion des 20-minütigen Films »Black Moon«. Siegel lehnt sich partiell an den gleichnamigen Science-Fiction-Film des französischen Regisseurs Louis Malle aus dem Jahr 1975 an. Eine verlassene Gegend, in der die amerikanische Immobilienkrise unheimliche Geisterstädte hinterlassen hat, wird zum Schauplatz einer undurchsichtigen Kriegshandlung: Zu sehen ist nur eine Truppe flüchtender Soldatinnen. Mittels weniger Kunstgriffe gelingt es Siegel, die zeitlichen Ebenen und Verortungen der Handlung außer Kraft zu setzen und eine Science-Fiction-Arbeit zu erschaffen, die auf viele weitere Kinogenres anspielt.
Mit freundlicher Unterstützung der Akademie Schloss Solitude


Die Künstlerin


Amie Siegel wurde 1974 in Chicago geboren und lebt und arbeitet zurzeit in Berlin, New York und Stuttgart. Sie stellte international bei Gruppenausstellungen aus, darunter im MoMA/PS1 (New York), in der Hayward Gallery (London), im Walker Art Center (Minneapolis) und in den KW Institute for Contemporary Art (Berlin). Ihre Filme und Videos wurden unter anderem im Museum of Modern Art (New York), auf den Inter-nationalen Filmfestspielen von Cannes und den Inter-nationalen Filmfestspielen Berlin gezeigt.


 


Das neueste Werk von Amie Siegel ist der erste Teil einer Ausstellung, die im Frühjahr 2016 ihre Fortsetzung findet.

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Amie Siegel, Black Moon, 2010, Videostill, S-16mm Film übertragen in High Definition, 20 min., © Amie Siegel