Background

Direktorin Ulrike Groos

Seit 1. Januar 2010 steht das Kunstmuseum Stuttgart unter der Leitung von Ulrike Groos. Die Kunsthistorikerin trat die Nachfolge von Marion Ackermann an, die das Haus von 2004 bis 2009 führte. Ulrike Groos hat in Würzburg, New York und Münster Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Ethnologie studiert.

Von 2002 bis 2009 leitete sie die Kunsthalle Düsseldorf. Während dieser Zeit realisierte sie Ausstellungen wie »Zurück zum Beton. Die Anfänge von Punk und New Wave in Deutschland 1977–82« (2002), »Ready to Shoot – Fernsehgalerie Gerry Schum, videogalerie schum« (2003), »Daumenkino – The Flip Book Show« (2005), »Palermo« (2007), »Reiner Ruthenbeck« (2008) und »Sonic Youth etc.: Sensational Fix« (2009). 2010 kuratierte sie die »11. Triennale für Kleinplastik« in Fellbach.

Am Kunstmuseum Stuttgart kuratierte Groos u.a. die Ausstellungen »Eat Art. Vom Essen in der Kunst« (2010), »Kosmos Rudolf Steiner« und »Michel Majerus« (beide 2011), »Andreas Magdanz. Stuttgart Stammheim« (2012) und »Cool Place. Sammlung Scharpff«, »I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920« (2015) und »Candice Breitz. Ponderosa« (2016) sowie die Ausstellungsreihe »Sound in Motion. Internationale Video- und Performancekunst« (2015–17).

Sie war und ist Mitglied zahlreicher Gremien, von 2004 bis 2010 im Beirat Bildende Kunst / Ausstellungen des Goethe-Instituts, von 2005 bis 2007 als Jurorin im Fachbeirat Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes, seit 2008 in der Villa Massimo-Jury für Bildende Kunst und seit 2012 im Kuratorium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Seit 2013 gehört sie außerdem dem Stiftungsrat der Camille Graeser Stiftung sowie als Beirat der Konrad Knöpfel-Stiftung Fritz Winter an. 2017 wurde Groos in die Ankaufskommission des Bundes berufen.

»Das, was die Menschen nirgendwo sonst so erleben wie im Museum, ist doch die Begegnung mit diesem einzigartigen Werk, dem Original, das die Patina vergangener Jahrhunderte trägt oder noch frisch nach Farbe riecht. Man kann dem Pinselduktus auf einem Gemälde folgen oder die Kühle des Marmors im Raum spüren. Viele Menschen kehren immer wieder in dasselbe Museum zurück, um ein Bild, ihr Lieblingsbild zu betrachten … Unsere Welt wird immer virtueller, da sind solche direkten Begegnungen zwischen Mensch und Kunst umso wichtiger. Es muss sicherlich ein Umdenken stattfinden, um diese Besonderheit im Bewusstsein zu verankern, damit sich die Öffentlichkeit weiterhin für Sammlungen interessiert und begeistert.«

 

Dr. Ulrike Groos in einem Interview im Januar 2010

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Dr. Ulrike Groos, Direktorin Kunstmuseum Stuttgart, 2010, Foto: Gaby Gerster