Background

Den Grundstock zur Stuttgarter Sammlung legte 1924 Graf Silvio della Valle di Casanova mit der Schenkung seiner Privatsammlung Schwäbischer Impressionisten. Nach Zerstörung der Villa Berg im Zweiten Weltkrieg fand die »Galerie der Stadt Stuttgart« 1961 im Kunstgebäude am Schlossplatz neue Ausstellungsräume. Eugen Keuerleber, der seit 1945 die städtische Kunstsammlung betreut hatte, machte Adolf Hölzel und Otto Dix zu zentralen Schwerpunkten der Sammlung. Direktor Johann-Karl Schmidt ergänzte ab 1986 mit Werken international renommierter Künstler wie Joseph Kosuth, Dieter Krieg, Wolfgang Laib, Markus Lüpertz, Dieter Roth und K.R.H. Sonderborg. Darüber hinaus konnten bedeutende Sammlungen als Dauerleihgaben gewonnen werden: 1992 die Sammlung Rudolf und Bertha Frank, 1994 die Konrad Knöpfel-Stiftung Fritz Winter. Unter der Direktorin Marion Ackermann bezog das Archiv Baumeister 2005 eigene Räume im gerade fertig gestellten Museumsneubau. Zuletzt wurde der Bestand um die Sammlung Heinz und Anette Teufel mit Werken der Konkreten Kunst erweitert. Seit 1. Januar 2010 steht das Kunstmuseum Stuttgart unter der Leitung von Ulrike Groos.

»Wir Stuttgarter sind stolz darauf, in Ihnen treue Freunde unserer Stadt gefunden zu haben ... Die Casanova-Stiftung setzt die Stadt Stuttgart mit einem Schlag in den Besitz einer städtischen Gemäldesammlung. Sie reiht Stuttgart in den Kranz der Städte ein, die der bildenden Kunst eigene Kultur- und Heimstätten errichtet haben. Die Sammlung ist ein Anfang, ein Grundstock, des weiteren Ausbaus fähig und gewärtig.«

Stuttgarts Oberbürger-
meister Dr. Karl Lautenschlager zu Graf Silvio della Valle di Casanova und seiner Frau bei der feierlichen Eröffnung der städtischen Kunstsammlung in der Villa Berg am 28. Mai 1925

Bild: Casanova_farb_c3de58.jpg
Bernhard Klinckerfuß, Marchese Silvio della Valle di Casanova, 1925, © Kunstmuseum Stuttgart