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Otto Dix

 

Als die Stadt Stuttgart im Jahr 1973 von einem Vorkaufsrecht für Otto Dix’ Triptychon »Großstadt« Gebrauch machte, das ihr der Maler testamentarisch vermacht hatte, erwarb sie damit das wohl wichtigste Kunstwerk in der Sammlung des Kunstmuseums. Das Thema Großstadt ebenso wie die Schrecken des Krieges spielten eine zentrale Rolle im Werk von Otto Dix (1891 – 1969). Dafür, dass er die Folgen des Ersten Weltkrieges so schonungslos dargestellt hatte, wurde er von den konservativen Kreisen der Weimarer Republik innig gehasst. Als einer der ersten wurde er von den Nationalsozialisten aus dem Lehramt an der Dresdner Akademie entlassen und zog sich an den Bodensee nach Hemmenhofen zurück. Nach dem Krieg engagierte sich die Stuttgarter Kunstsammlung gegen den Trend sehr für das Werk von Otto Dix, sodass das Kunstmuseum heute eine bedeutende Sammlung dieses wichtigen deutschen Künstlers besitzt.


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Bild: Anita_Berber_c0b40a.jpg
Otto Dix, Bildnis der Tänzerin Anita Berber, 1925, Sammlung Landesbank Baden-Württemberg im Kunstmuseum Stuttgart, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012