Background

Fritz Winter

 

Fritz Winter gehört zu den wichtigsten Vertretern der Abstraktion in Deutschland, die während der Nazi-Diktatur unbeirrt an ihrem künstlerischen Weg festgehalten haben. 1905 am östlichen Rand des Ruhrgebiets geboren, studierte er von 1927 bis 1930 als Schüler von Oskar Schlemmer und Paul Klee am Bauhaus in Dessau, wechselte später nach Berlin und München und zog sich während der NS-Zeit nach Diessen am Ammersee zurück. Besonders Klee hat den jungen Fritz Winter stark geprägt. Er beförderte sein Interesse an den prozesshaften Aspekten der Natur, an Pflanzen- und Kristallwachstum, die er in das Kräftespiel der Bildelemente übertrug. Seine noch im Krieg entstandene Serie von Papierarbeiten »Triebkräfte der Erde« hat weit über seine Zeit hinaus prägend gewirkt. Durch die Dauerleihgabe der Konrad Knöpfel-Stiftung Fritz Winter besitzt das Kunstmuseum Stuttgart seit 1994 eine der umfangreichsten Sammlungen des Künstlers.


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Bild: FW_Triebkraefte_1944_2_61f496.jpg
Fritz Winter, Triebkräfte der Erde, 1944, Foto: Uwe Seyl, © Konrad Knöpfel-Stiftung Fritz Winter im Kunstmuseum Stuttgart