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Stuttgarter Avantgarde


1906 beginnt mit der Berufung von Adolf Hölzel an die Stuttgarter Kunstakademie ein eigenes Kapitel der Moderne. Gleichzeitig mit Künstlern in ganz Europa begann Hölzel in Stuttgart zunehmend ungegenständlich zu malen. Sein pädagogisches Talent kam hier zu voller Entfaltung. Er vermittelte seinen Schülern nicht seine eigene Art zu malen, sondern förderte ihre Eigenständigkeit. Diese Freiheit in der Lehre war damals noch ganz ungewöhnlich. Oskar Schlemmer, Johannes Itten, Willi Baumeister, Otto Meyer-Amden, Ida Kerkovius und Max Ackermann studierten in Hölzels Klasse. Über Oskar Schlemmer und Johannes Itten wurden zentrale Ideen Hölzels am Bauhaus in Weimar einer ganzen Künstlergeneration weitergereicht. Von all diesen Künstlern besitzt das Kunstmuseum Stuttgart bedeutende Werke.


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Bild: Hoelzel_Komposition_1bfe72.jpg
Adolf Hölzel, Komposition in Rot II, 1914, erworben 1986 mit Beteiligung der Landesbank Baden-Württemberg, © Kunstmuseum Stuttgart