Background

Georg Karl Pfahler

 

Einer der international renommiertesten Stuttgarter Nachkriegskünstler war sicherlich Georg Karl Pfahler, der von 1949 bis 1954 bei Willi Baumeister studierte. In dieser Zeit fiel er mit informellen, stark gestischen Gemälden auf. Ab 1958 vollzog sich ein entscheidender Wandel in seinem Werk: streng abgegrenzte Farbfelder ermöglichten eine Räumlichkeitserfahrung rein durch optische Wirkung. Dadurch wurde Pfahler in den 1960er Jahren als einziger deutscher Vertreter der so genannten Hard Edge-Malerei bekannt, wie sie von Frank Stella oder Ellsworth Kelly betrieben wurde. In Stuttgart verkehrte Pfahler (1926–2002) in dem künstlerisch-philosophischen Kreis um Max Bense und bestimmte maßgeblich die lokale Kunstszene dieser Zeit. Sein großes Bestreben war dabei stets, den isolierten deutschen Kunstbetrieb der Nachkriegszeit wieder mit den internationalen Tendenzen vertraut zu machen.


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Bild: Pfahler_69d287.jpg
Georg Karl Pfahler, ESPAN Nr. 51, 1981, Kunstmuseum Stuttgart, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012