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Gerold Miller, total object 265

Das charakteristische Merkmal der Werke von Gerold Miller ist die leere Mitte. Seit über 20 Jahren setzt sich Miller (*1961) mit dem Prinzip des Rahmens oder des Fensters auseinander und spielt in strengen Serien einzelne farbliche Lösungen durch. Seine Arbeiten schließen an die lange künstlerische Tradition des Hard-Edge-Painting an, sie erinnern aber auch an das aktuelle Medien- und Modedesign, in dem die »Frame«-Optik der Oberflächen von Bedeutung ist.

Die »Freunde des Kunstmuseum Stuttgart« haben jüngst zwei Werke aus zentralen Serien für das Museum erworben: »total object 265« und »instant vision 83«. Beide Werke - gebaut aus Aluminium - sind als Relief angelegt und beziehen die Schatten, die sich bei der zentralen Aussparung bilden, absichtsvoll in das Farbkonzept mit ein. »total object 265« ist ein Quadrat mit abgerundeten Ecken. Ein schwarzer Streifen bildet den optischen Rahmen für ein eingeschriebenes rotes Quadrat, das wiederum eine quadratische Leerstelle umfasst. Es entsteht eine starke räumliche Wirkung. Sowohl »total object 265« als auch »instant vision 83« sind zur Zeit in der Präsentation »360°: Die Rückkehr der Sammlung« zu sehen.

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Bild: Miller_totalobject265_web_448c2e.jpg
Gerold Miller, total object 265, Aluminium lackiert, 2011, Dauerleihgabe der Freunde des Kunstmuseum Stuttgart, © Miller