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Max Ernst, Fisch


Max Ernst gilt als einer der Hauptvertreter des Surrealismus und beschäftigte sich zeitlebens mit verschiedenen künstlerischen Techniken. 1924 entwickelte er die Frottage. Bei diesem Verfahren wird die Oberflächenstruktur eines Gegenstandes durch Abreiben mit Bleistift oder Kreide auf Papier oder Leinwand übertragen. Aus der Frottage leitete Max Ernst ein Jahr später die Grattage-Technik ab. Dabei werden auf den Bildträger mehrere Schichten Wachs- oder Ölfarbe aufgetragen und anschließend wieder abgeschabt. Auf diese Weise kommen die unteren Farbschichten wieder zum Vorschein. Der »Fisch« aus dem Jahr 1952 ist ein schönes Beispiel für die künstlerischen Möglichkeiten der Grattage-Technik. Er befindet sich seit kurzem als Dauerleihgabe aus Privatbesitz im Kunstmuseum Stuttgart.

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Bild: Ernst_Fisch_af3376.jpg
Max Ernst, Fisch, 1952, Dauerleihgabe aus Privatbesitz,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2012