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Klaus-Martin Treder, Super Sensitive Drops 121


Das Kunstmuseum Stuttgart hat jüngst drei Gemälde von Klaus-Martin Treder (geb. 1961) erworben. Der Künstler, der an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste studierte und nun in Berlin lebt, untersucht die Möglichkeiten von abstrakter Malerei. Das Gemälde »Super Sensitive Drops 121« entstammt einer Reihe von gleichnamigen Werken, in denen verschiedene Maltraditionen aufeinander treffen. Die glatte Farbfläche wird durch hängende Farbstreifen und –flecken und durch eingefügte Objekte unterbrochen: eine Plastikschale ist ebenso integriert wie Milchverschlüsse und Haare. Eine perfekte monochrome Farbfläche kontrastiert der Künstler mit »Drippings«, wie sie im amerikanischen Abstrakten Expressionismus praktiziert wurden. Durch die eingefügten Dinge wird das Bild selbst zum dreidimensionalen Objekt. Indem er Alltagsgegenstände in seine ungegenständliche Malerei einbezieht, hinterfragt Treder zugleich gängige Überhöhungen und Bedeutungsaufladungen abstrakter Werke.

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Bild: Treder_SuperSensitive_web_4801cd.jpg
Klaus-Martin Treder, Super Sensitive Drops 121, Mischtechnik auf Leinwand, 2011 © Treder