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Buchpremiere und Lesung: »Stillhalten« von Nina Jäckle

29.09.2017, 19 Uhr

In ihrem Roman »Stillhalten« erzählt Nina Jäckle die bewegende Geschichte ihrer Großmutter Tamara Danischewski, die 1933 von Otto Dix porträtiert wurde. Das »Bildnis der Tänzerin Tamara Danischewski« zählt zu den Höhepunkten im Kunstmuseum Stuttgart. Die Lesung verspricht, mehr über die blonde schöne Frau mit der Lilie zu erfahren. Moderation durch Irene Ferchl.

1933 ist Tamara Danischewski, die Großmutter der Autorin, 21 Jahre alt. Sie studiert in Dresden Tanz bei Mary Wigman und Gret Palucca. Abends tritt sie im Kabarett auf, um für sich und ihre Mutter Geld zu verdienen. Dort lernt sie den Maler Otto Dix kennen, der sie während vieler Sitzungen porträtiert, eine Freundschaft entsteht. Tamara bekommt einige große Auftrittsangebote, doch sie heiratet 1936 einen Mann, der ihr und ihrer Mutter zwar eine gesicherte Existenz bieten kann, ihr jedoch das Tanzen verbietet und dem sie sich, wie viele Frauen ihrer Generation, zur Gänze unterordnet. Alt geworden, erinnert sich Tamara an ein glanzvolles Leben, in dem noch alles möglich schien.

Nina Jäckle (*1966 in Schwenningen) absolvierte Sprachschulen in der französischen Schweiz und Paris; eigentlich wollte sie französische Literatur übersetzen, beschloss dann aber, lieber selbst zu schreiben. Bei Klöpfer & Meyer erschien von ihr 2010 die Erzählung »Nai oder was wie so ist«, 2011 der Roman »Zielinski« und 2014 der Roman »Der lange Atem«, für den sie 2014 mit dem Tukan-Preis der Stadt München und 2015 mit dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Zudem erhielt sie 2015 den Italo-Svevo-Preis für ihr Gesamtwerk und das Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 2016/17.

In Kooperation mit dem Klöpfer & Meyer Verlag

Begrenzte Teilnehmerzahl. Ticket 5 € / ermäßigt 3 €

Tickets sind erhältlich an der Museumskasse. Reservierungen unter T: +49 (0)711 / 216 196 25 oder fuehrung@kunstmuseum-stuttgart.de


Bild: Dix_Danischewski_7d3033.jpg
Otto Dix, Bildnis der Tänzerin Tamara Danischewski mit Iris, 1933, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017