Das kalte Herz
Das Kunstmuseum Stuttgart präsentiert im Kunstgebäude am Schlossplatz eine Ausstellung, die das Märchen »Das kalte Herz« von Wilhelm Hauff (1802–1827) erstmals in den Kontext zeitgenössischer Kunst stellt.
Die Schau nimmt das gleichnamige Märchen als Ausgangspunkt, um die Beziehung von Identität und sozialer Stellung zu reflektieren. Hauff schildert die Folgen, die die Industrialisierung und der sich beschleunigende Kapitalismus zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf die Gesellschaft haben, als individuelle Geschichte von Geldsucht und emotionaler Isolation. Die 1827 erschienene Erzählung ist eine Allegorie auf eine Welt im Wandel: Bestehende Moralvorstellungen geraten ins Wanken, mit den erwachenden materiellen Ansprüchen wachsen die Ängste, an Gesellschaftsfähigkeit einzubüßen.
Anhand von Werken zeitgenössischer Künstler:innen – darunter zwei Neuproduktionen, die sich explizit mit dem Text beschäftigen – präsentiert die Ausstellung eine aktualisierte Lesart der im Märchen angelegten Leitmotive Identität, Gewalt und Heilung, Affekt sowie ökologische Ausbeutung vor dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens.
18.04. – 04.10.2026
im Kunstgebäude
Kleiner Schlossplatz 2
70173 Stuttgart
Google Maps
Öffnungszeiten »Das kalte Herz«
Di bis So 11–18 Uhr
Mi 11–20 Uhr
Mo geschlossen (außer an Feiertagen)
Feiertage 11–18 Uhr
Das Kunstmuseum Stuttgart ist vom 13. April 2026 bis voraussichtlich Anfang 2027 geschlossen.
Weitere Informationen
Künstler:innen
Kader Attia, Tracey Emin, Jakob Grünenwald, Jenny Holzer, Jesper Just, Friedrich von Keller, Rasmus Myrup, Gabriela Oberkofler, Julius Pristauz, Ricarda Roggan, Erik Sturm, Pol Taburet, Rosemarie Trockel, Troika, Nora Turato
Danke.
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