Die Einsamkeit der Zeichen Piktogramme
Werk von Martha Rosler

Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen

Ob Ampelmännchen, Richtungspfeil oder durchgestrichene Zigarette – Piktogramme umgeben den modernen Menschen heute überall. Sie sind unverzichtbare Bestandteile internationaler Verständigungscodes und darum von zentraler Bedeutung für das Thema der Zeichenbildung in der Kunst. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiten Künstler:innen an der Entwicklung einer Universalsprache jenseits des gesprochenen oder geschriebenen Wortes.

Die Ausstellung »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen« mit rund 350 Exponaten aus dem In- und Ausland zeichnete die bislang wenig untersuchte Vorgeschichte des Piktogramms in der Kunst bis in die Gegenwart nach. Am Ende stand die spannende Frage: Was passiert, wenn Künstler:innen das nüchterne Zeichen, das auf schnelle, intuitive und eindeutige Lesbarkeit angelegt ist, in den bedeutungsoffenen Raum der Kunst verschieben?

Das Kunstmuseum Stuttgart gastierte parallel zur Ausstellung am Flughafen Stuttgart mit großformatigen Piktogramm-Flaggen von Matt Mullican. An diesem einzigartigen Ausstellungsort, der naturgemäß überall weg- und handlungsweisende Piktogramme einsetzt, wurde die zentrale Frage der Stuttgarter Sonderschau umso eindringlicher vor Augen geführt: Was passiert, wenn das auf schnelle und eindeutige Lesbarkeit angelegte Piktogramm in die Kunst überführt wird?

Kurator:innen Marion Ackermann, Pirkko Rathgeber
Wissenschaftliche Assistenz Cara Schweitzer
Gefördert durch Kulturstiftung des Bundes

Werk von Martha Rosler
Martha Rosler, B-52 in Baby`s Tears, 1972

© Martha Rosler

Martha Rosler, B-52 in Baby`s Tears, 1972
Ausstellungsansicht Piktogramme
Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006

© VG Bild-Kunst, Bonn 2021 für Willi Baumeister

Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht Piktogramme
Richard Artschwager, Question mark, Three Periods, 1994, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006

© VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Richard Artschwager, Question mark, Three Periods, 1994, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht Piktogramme
Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht Piktogramme
Rosemarie Trockel, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006

© VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Rosemarie Trockel, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht Piktogramme
Victor Burgin, Office at Night, 1986, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006

© Victor Burgin

Victor Burgin, Office at Night, 1986, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht Piktogramme
Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht Piktogramme
Matt Mullican, 1984, Karl Peter Röhl, Entwurf für Piktogramme, ca. 1926, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006

© Matt Mullican

Matt Mullican, 1984, Karl Peter Röhl, Entwurf für Piktogramme, ca. 1926, Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht Piktogramme
Fiona Rae, I feel comfortable with my heart exhilarated, 2004, Marc Bijl, Symbolic, 2002, Nic Hess, 36 Monotypes, 1999

© VG Bild-Kunst, Bonn 2021 für Fiona Rae und Marc Bijl, © Nic Hess

Fiona Rae, I feel comfortable with my heart exhilarated, 2004, Marc Bijl, Symbolic, 2002, Nic Hess, 36 Monotypes, 1999
Ausstellungsansicht Piktogramme
Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006
Ausstellungsansicht »Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen«, 2006