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Ausstellungen 2022

Gego. Die Architektur einer Künstlerin

19. Februar – 10. Juli 2022

Gertrud Goldschmidt (1912–1994), genannt Gego, zählt zu den bekanntesten Künstlerinnen Lateinamerikas. Sie studierte von 1932 bis 1938 Architektur an der Technischen Hochschule in Stuttgart, bevor sie 1939 aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln nach Venezuela emigrieren musste. Mitte der 1950er-Jahre begann sie dort als Künstlerin tätig zu werden.

Ihre Ausbildung blieb ständiger Bezugspunkt für ihre künstlerische Praxis, die sie kontinuierlich in verschiedenen Medien erweiterte – von technischen Skizzen über Zeichnungen, Radierungen und Drucke bis hin zu Objekten und raumgreifenden Installationen. Die Ausstellung verdeutlicht, dass Architektur und Kunst bei Gego keinen Gegensatz bilden, sondern vielmehr in ihrem Werk die Grenzen der Disziplinen fließend sind.

Im Jahr 2017 übergab die Fundación Gego, Caracas, dem Kunstmuseum Stuttgart 100 Werke der Künstlerin als Dauerleihgabe. Gemeinsam mit der Universität Stuttgart und der Wüstenrot Stiftung initiierte das Museum daraufhin ein dreijähriges Forschungsprojekt, aus dem nun die Ausstellung, eine internationale Konferenz und eine Publikation hervorgehen.

Kuratorin
Stefanie Reisinger (externe Kuratorin)

Pressevorbesichtigung
Freitag, 18. Februar 2022, 11 Uhr

Eröffnung
Freitag, 18. Februar 2022, 19 Uhr

Werk von Gego
Gego, Bicho 89/8, 1989, Colección Fundación Gego. Dauerleihgabe im Kunstmuseum Stuttgart, Foto: Frank Kleinbach, © Archivo Fundación Gego
Werk von Gego
Gego, Sin título, 1958, Colección Fundación Gego. Dauerleihgabe im Kunstmuseum Stuttgart, Foto: Frank Kleinbach, © Archivo Fundación Gego
Porträt der Künstlerin Gego
Gego in ihrem Atelier, Caracas, 1985, Foto: Gerd Leufert, © Archivo Fundación Gego

Tobias Rehberger »I do if I don’t«

26. März – 28. August 2022

Das Kunstmuseum Stuttgart widmet Tobias Rehberger (*1966) die bisher umfassendste und flächenmäßig größte Ausstellung in der Region Stuttgart, der Heimat des in Esslingen geborenen Künstlers. Im Innen- und Außenbereich des Museums werden Besucher:innen und Passant:innen zur Interaktion mit Rehbergers Arbeiten eingeladen und können sich gestaltend einbringen.

Gezeigt werden zentrale Werkgruppen des Künstlers aus den letzten Jahrzehnten sowie neue Produktionen, wie die Fassadengestaltung des Museums, die durch eine neue interaktive Installation aus Leuchtelementen zu einem farbenprächtigen Glanzlicht inmitten der Stadt wird. Rehbergers Installationen bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Design, Kunst und Architektur und funktionieren häufig als soziale Orte des Zusammentreffens. Begleitend zur Ausstellung ist ein vielfältiges Programm geplant, das aus Künstlergesprächen, Konzerten und gemeinsamen Kochveranstaltungen mit Tobias Rehberger besteht.

Kuratorin
Dr. Ulrike Groos

Pressevorbesichtigung
Donnerstag, 24. März 2022, 11 Uhr

Eröffnung
Freitag, 25. März 2022, 19 Uhr

Werksabbildung Rehberger
Tobias Rehberger, Sex, 2012, Foto: Thierry Bal, London, © Tobias Rehberger
Werksabbildung Rehberger
Tobias Rehberger, No…, 2019, Foto: David Berens, Frankfurt a.M., © Tobias Rehberger
Portrait Tobias Rehberger
Tobias Rehberger, Foto: SWATCH

Frischzelle_28: Hannah Zenger

30. April – 9. Oktober 2022

Die Stuttgarter Bildhauerin Hannah Zenger bewegt sich mit ihren plastischen Arbeiten, Raum-Installationen und konzeptuellen Auseinandersetzungen an der Schnittstelle von freier Kunst und Wissenschaft. Das Ausgangsmaterial ihrer im Kunstmuseum Stuttgart ausgestellten Werke bilden von ihr gesammelte Erd- und Gesteinsproben aus aller Welt. Auf Basis von Laboruntersuchungen entstehen Kunstwerke, welche die Beschaffenheit und Vielfalt des natürlichen Werkstoffs aufzeigen. Zengers wissenschaftlich-poetische Beschäftigung mit dem Elementaren der Natur versteht sich als Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte um Umwelt- und Naturschutz.

Nach einem Studium der Architektur schloss Hannah Zenger (*1988 in Böblingen) 2019 ihr Studium der bildenden Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart ab. Die »Frischzelle_28« ist ihre erste museale Einzelausstellung.

Kurator
Arne Schmidt

Pressevorbesichtigung
Freitag, 29. April 2022, 11 Uhr

Eröffnung
Freitag, 29. April 2022, 19 Uhr

Kubus. Sparda-Kunstpreis

24. September 2022 – 8. Januar 2023

Der von der Sparda-Bank Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart gemeinsam ins Leben gerufene »Kubus. Sparda-Kunstpreis« wird seit 2013 alle zwei Jahre vergeben. Der Preis zeichnet eine herausragende Leistung im Bereich der bildenden Kunst aus. Er richtet sich an Künstler:innen, die in Baden-Württemberg geboren sind oder die durch ihre künstlerische Arbeit einen engen Bezug zum Land haben.

Der Preis steht auch 2022 wieder unter einem übergeordneten Thema. Nach Malerei (2017) und Fotografie (2019) liegt der Fokus diesmal auf zeitgenössischer Bildhauerei, die sich in der Ausstellung in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. Nominiert sind: Ulla von Brandenburg (*1974 in Karlsruhe, lebt in Karlsruhe und in Paris), Camill Leberer (*1953 in Kenzingen, lebt in Stuttgart) und Ülkü Süngün (*1970 in Istanbul, lebt in Stuttgart). Die drei Künstler:innen stellen ihre Werke im Kunstmuseum Stuttgart in je eigenen Räumen aus.

Kuratorin
Dr. Sabine Gruber

Pressevorbesichtigung
Donnerstag, 22. September 2022, 11 Uhr

Eröffnung
Freitag, 23. September 2022, 19 Uhr

Pressebild Porträt Ulla von Brandenburg
Kubus. Sparda-Kunstpreis 2022: Ulla von Brandenburg, Foto: Jan Northoff
Pressebild Porträt Camill Leberer
Kubus. Sparda-Kunstpreis 2022: Camill Leberer
Pressebild Porträt Ülkü Süngün
Kubus. Sparda-Kunstpreis 2022: Ülkü Süngün