Workshop mit Heba Y. Amin und Grace Euna Kim Wie träumen wir das Politische? / How Do We Dream the Political?
Wie träumen wir das Politische? / How Do We Dream the Political?
Anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem Hans-Molfenter-Preis und ihrer aktuellen Präsentation im Kunstmuseum lädt Heba Y. Amin gemeinsam mit der Künstlerin, Choreografin, Wissenschaftlerin und Pädagogin Grace Euna Kim zu einem Workshop ein. Kim vermittelt gemeinschaftliche Praktiken, die auf ihrer langjährigen Forschung zu den blinden Flecken unsichtbarer Gewalt in Gemeinschaften aufbauen.
Die Teilnehmer:innen beteiligen sich an einer immersiven Performance als kollaborative Forschung, die den Fokus auf die verborgenen politischen Dimensionen der Begegnung mit ihrer Umgebung und anderen Menschen legt. Der Workshop beleuchtet, wie Körper, Sinne und Wahrnehmung unsere Wünsche, Ideologien, Machtverhältnisse und politische Prägungen beeinflussen, und fragt: Wie werden unsere Vorstellungen von einer Welt jenseits von Gewalt durch dominante Ordnungslogiken geprägt? Und wie verstehen wir uns – und einander – innerhalb dieser Logiken?
Indem die Sinne gezielt geschärft und dominante Narrative gemeinsam dekonstruiert werden, erforscht der Workshop alternative Formen der Wahrnehmung: Was heißt es, ohne zu sehen zu »sehen«, ohne zu sprechen zu »sprechen«, ohne zu hören zu »hören«, ohne zu berühren zu »berühren« und ohne gesichertes Wissen zu »wissen«? Der Workshop lädt dazu ein, den eigenen Körper als politischen Ort zu begreifen und radikale Sprachen, Konzepte und Strategien zu erproben, um persönliche und kollektive Narrative neu zu besetzen.
Dauer: 6 Std.
Der Workshop findet in englischer Sprache statt.
Bitte tragen Sie bequeme Kleidung.
Menschen aller Hintergründe und Fähigkeiten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Personen mit besonderen Zugangs- oder Unterstützungsbedarfen werden gebeten, diese bei der Anmeldung im Voraus anzugeben.
Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich: fuehrung [at] kunstmuseum-stuttgart [dot] de (fuehrung[at]kunstmuseum-stuttgart[dot]de) oder +49 (0)711 / 216 196 25 (Mo bis Fr 14–16 Uhr)
Eintritt frei
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In conjunction with her receipt of the Hans-Molfenter Prize and her current presentation at the Kunstmuseum, Heba Y. Amin invited artist, choreographer, researcher, and pedagogue Grace Euna Kim to lead a workshop. Kim shares communal practices based on her long-term research on the blind spots of invisible violence in communities. Participants engage in immersive performance as a co-created research form, focusing on the hidden political dimensions of encounters with their environment and other people. The workshop reflects on how bodies, senses, and perceptions form desires, ideologies, power, and political inscriptions, while also being formed by them. How is our capacity to imagine a world beyond violence shaped within dominant sense-making systems? And how do we understand ourselves—and each other—within them?
Through amplifying senses and deconstructing narratives together, the workshop examines what it means to “see” without seeing, “speak” without speaking, “listen” without hearing, “touch” without touching, and “know” without knowing. Participants are invited to reflect on the political stakes in their bodies and explore radical languages, concepts, and strategies to reclaim personal and collective narratives.
The workshop will be held in English.
Please wear comfortable clothing.
People from all backgrounds and abilities are welcome to participate. Individuals with special access or support needs are asked to indicate this in advance when registering.
As the number of attendees is limited, registration is highly required: fuehrung [at] kunstmuseum-stuttgart [dot] de (fuehrung[at]kunstmuseum-stuttgart[dot]de) or +49 (0)711 / 216 196 25 (Mon to Fri 2–4 p.m.)
Free admission
A DAY TO REMEMBER.