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Simply Video. Bewegte Bilder aus der Kunsthalle Bremen

8.5.-22.8.2010

Vor fast 50 Jahren experimentierten bildende Künstler erstmals mit Videokamera und Monitor. Seitdem ist Video als Medium nicht mehr aus der zeitgenössischen Kunst wegzudenken. Das Kunstmuseum Stuttgart widmete den Möglichkeiten des bewegten Bildes erstmals eine große Sonderausstellung. Gezeigt wurden ausgewählte, raumgreifende Videoinstallationen aus der bedeutenden Sammlung der Kunsthalle Bremen. Die früheste Arbeit in der Ausstellung stammte von dem amerikanischen Videopionier Peter Campus: In seiner Installation »mem« von 1974/75 konfrontierte er den Betrachter mit dem eigenen Videobild. Ganz im Zeichen des sinnlichen Erlebens stand »Delphine«, eine Mehrfachprojektion der Künstlerin Diana Thater. Die Amerikanerin verwandelte den Zentralraum im Herzen des Kubus in ein stockwerkübergreifendes Aquarium. Eigens für die Stuttgarter Ausstellung inszenierte der Schweizer Künstler Yves Netzhammer mithilfe seiner Animationsfilme und Wandzeichnungen einen ebenso faszinierenden wie rätselhaften Bilderkosmos. Ergänzt wurden diese Positionen durch Werke des südafrikanischen Zeichners William Kentridge, des Amerikaners Jon Kessler sowie der jungen deutschen Künstler Ulla von Brandenburg, Bjørn Melhus, Astrid Nippoldt und Clemens von Wedemeyer. Wegen Umbaumaßnahmen schloss die Kunsthalle Bremen für zwei Jahre ihre Türen und stellte ihre umfangreiche Kunstsammlung als »Noble Gäste« verschiedenen deutschen Museen zur Verfügung. Das Kunstmuseum Stuttgart entschied sich für die herausragende Bremer Medienkunst.



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Katalog

Der Katalog zu »Noble Gäste. Meisterwerke der Kunsthalle Bremen in 22 deutschen Museen« ist bei Hachmannedition erschienen (ISBN 978-3-939429-58-6).

 

Videowerkstatt

In der Videowerkstatt des Kunstmuseum Stuttgart konnten kleine und große Besucher in zahlreichen Workshops anlässlich der Ausstellung eigene Filme produzieren. Klicken Sie hier für ein Beispiel.

Bild: Netzhammer_08c4aa.jpg
Yves Netzhammer, Videostill aus »Die Anordnungsweise zweier Gegenteile bei der Erzeugung ihres Berührungsmaximums«, 2005, © Netzhammer